16. November 2011 Knut Korschewsky

DIE LINKE in Thüringen unterstützt bundesweiten Bildungsprotest (Kopie 1)

Heute sind bundesweit tausende Studierende, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende auf der Straße, um für ein sozial gerechtes Bildungssystem zu demonstrieren - auch in Thüringen. Dazu erklärt Knut Korschewsky, Vorsitzender der Partei DIE LINKE Thüringen:

„DIE LINKE unterstützt die Bildungsproteste für bessere und kostenfreie Bildung. Bildung und Ausbildung dürfen nicht weiter kaputt gespart werden – insbesondere, wenn gleichzeitig Hunderte Milliarden für die Rettung von Banken und Konzernen zur Verfügung stehen“, so Korschewsky.

Unter dem Motto „Wir lassen nicht locker!“ werden Studierende unter anderem in Jena erneut auf die immer noch bestehenden Missstände aufmerksam machen. Studierende der Universität Jena und dortigen Fachhochschule wollen in einen konstruktiven Austausch darüber eintreten, was in der Bildungspolitik verändert werden sollte. Das Ziel der Aktionen rund um den „Bildungsstreik“ soll unter anderem sein, dass Studierende wieder anfangen ihren Studienalltag zu hinterfragen und sich über Missstände des Bildungssystems bewusst zu werden.

Mit den doppelten Abiturjahrgängen und der Aussetzung der Wehrpflicht hat sich insbesondere an den Hochschulen die Situation verschärft. Die Zahl der fehlenden Studienplätze erhöht sich bundesweit zusätzlich um 50.000. Vorlesungen werden wegen Überfüllung teilweise in Container, Kinos und Theater ausgelagert. Vor den Mensen bilden sich lange Schlangen, und bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist kaum mehr zu bekommen.

„DIE LINKE fordert die Schaffung von mindestens 500.000 zusätzlichen Studienplätzen bis 2015, damit alle, die studieren möchten, dazu auch die Möglichkeit erhalten. Studien-, Kita- und andere Bildungsgebühren sind abzuschaffen. Das gilt auch für die Schul- und Prüfungsgebühren in der beruflichen Bildung. An den Schulen soll eine individuelle Förderung mit längeren gemeinsamen Lernen aller Schülerinnen und Schüler ermöglicht werden“, forderte Korschewsky.