9. März 2012 Sandro Witt

DIE LINKE Thüringen unterstützt Gewerkschaftsforderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn

Zu den aktuellen Tarifforderungen der "Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft" (ver.di) und der "Industriegewerkschaft Metall" (IG Metall) erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher und stellvertretenden Landesvorsitzende der Thüringer LINKEN Sandro Witt:

„Beide Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn für die ArbeitnehmerInnen. Entgegen den öffentlichen Arbeitgebern und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie halte ich diese Forderungen angesichts der Lohnzurückhaltung der letzten Jahre für angemessen. Genau wie in der Metallbranche besteht auch im öffentlichen Dienst ein deutlicher Nachholbedarf bei den Löhnen.“

„Die Linke wird in dieser Tarifauseinandersetzung nicht nur die Forderung der Gewerkschaften unterstützen sondern da wo Solidarität notwendig ist auch aktiv werden.“

Die öffentlichen Arbeitgeber haben leider die erste Verhandlungsrunde nicht nur ergebnislos verlaufen lassen, sondern von der Gewerkschaft ver.di die Anpassung der Forderung nach unten verlangt. „Das Verhalten der öffentlichen Arbeitgeber gegenüber der Gewerkschaft ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Ohne Streiks, scheint demnach kein Einlenken möglich“ so der gewerkschaftpolitische Sprecher der LINKEN. Thüringen.

 „Die Finanzprobleme der öffentlichen Kassen, die hohe Staatsverschuldung ist nicht entstanden, weil die Löhne in der Vergangenheit zu hoch waren. Die Verschuldung ist vor allem Resultat der Steuergeschenke an Reiche und Vermögende seit 2000 und der Bankenrettung. Hätten wir heute noch die Steuergesetze aus der Zeit Helmut Kohls, würden jährlich 50 Milliarden mehr in die öffentlichen Kassen fließen“ so Witt weiter.

 „Es geht letztlich um die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Reiche und Vermögende müssen durch eine Millionärsteuer und höhere Spitzensteuersätze in der Einkommenssteuer wieder deutlich zur Kasse gebeten werden. Die Thüringer Koalition sollte im Interesse des Landes im Bundesrat dringend aktiv werden und sich genau dafür einsetzen“ fordert der Thüringer Vizevorsitzende der LINKEN Witt abschließend.