26. Januar 2014

Die Opfer des Nationalsozialismus mahnen uns

Foto: Michael Werner Nickel / pixelio.de

Foto: Michael Werner Nickel / pixelio.de

"Der 27. Januar als Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus muss uns mahnen, konsequent gegen Neofaschismus und Rassismus vorzugehen. Thüringen steht in besonderem Maße in der Pflicht. Nicht nur die Geschichte Thüringens oder die Morde des NSU sondern auch die Verfestigung von neonazistischen Strukturen in Thüringen zwingen zu ernsthaften politischen Handeln. Rassismus und Nationalismus sind nicht überwunden, rechtes Gedankengut sind in der Bevölkerung weit verbreitet, wie der neueste Thüringen Monitor in erschreckender Weise zeigt", sagt Susanne Hennig, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Thüringen.


"Auf die besorgniserregenden und erschreckenden Zustimmungswerte zu antisemitischen und rassistischen Einstellungen müssen Politik und Gesellschaft dringend reagieren. Ressentiments gegen Zuwanderer aus Teilen der regierenden Landes- und Bundespolitik verschärfen rassistische Hetze. Stattdessen muss zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt und Neofaschismus und Fremdenhass konsequent entgegengetreten werden", kommentiert Hennig.

"Die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen, Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Ausrichtung muss bekämpft werden. Eine offene und demokratische Gesellschaft muss ständig um diesen Anspruch ringen. Widerstand gegen Neonazis, Nationalismus und Rassismus darf nicht kriminalisiert werden, wie in der jüngeren Vergangenheit von staatlicher Seite immer wieder geschehen. Ich unterstütze ausdrücklich die Initiative "WIEDER SETZEN! Nazis blockieren!" am 13. Februar in Dresden, mit der erneut ein Aufmarsch der alten und neuen Nazis verhindert werden soll. Dass 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges immer noch Nazis in Deutschland marschieren, ist eine Verhöhnung jedes Opfers des Faschismus des 20. Jahrhunderts", sagt Hennig.