18. März 2014 Susanne Hennig, Martin Schirdewan

Kein Platz für Neonazis – nicht in Thüringen, nicht in Brüssel!

JN-Kongress in Kirchheim am 22. März 2014 - Volksverhetzer tritt als EP -Spitzkandidat an - demokratischer Widerstand ist gefordert

Nachdem die JN offensichtlich mit ihrem ursprünglichen Vorhaben, einen sogenannten Europakongress in der Region Leipzig zu veranstalten, gescheitert ist, plant die Jugendorganisation der NPD die Veranstaltung jetzt am 22. März im thüringischen Kirchheim. Faschistische Organisationen wie die griechische Goldene Morgenröte, aber auch der sogenannte Rechte Sektor der Ukraine sollen zu den Gästen gehören. Mit Udo Voigt wird der Spitzenkandidat der NPD zu den EP-Wahlen vor Ort sein.

Susanne Hennig, Landesvorsitzende DIE LINKE Thüringen: "DIE LINKE Thüringen unterstützt den demokratischen Widerstand gegen den geplanten JN-Kongreß in Kirchheim. In Thüringen ist ebenso wenig Platz für Faschisten wie in Sachsen oder andernorts."

Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und Kandidat für die Europawahlen, ergänzt: "Nach dem Wegfall der 3%-Hürde für die Europawahl wird Deutschland demnächst möglicherweise mit einem Volksverhetzer im Europäischen Parlament vertreten sein. Gegen Udo Voigt, bereits einschlägig verurteilt, läuft erneut ein entsprechendes Verfahren. Voigt und der Nazinachwuchs wollen am 22. März beweisen, dass sie eine Alternative sind, dabei sind sie nur eines: eine komplette Fehlbesetzung für jedes Parlament. Mit den erklärten Antieuropäern der NPD wird Europa nicht sozialer geschweige denn demokratischer."

Susanne Hennig und Martin Schirdewan weiter: "Eine hohe Wahlbeteiligung am 25. Mai kann den Einzug der deutschen Faschisten ins EP verhindern. Es steht schlecht um die NPD. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es dabei bleibt."