10. April 2015

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald erklärt die Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow:

70. Jahre nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus ist der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Krieg immer noch eine Aufgabe von größter Aktualität.

Vor 70. Jahren haben sich die Häftlinge von Buchenwald, unterstützt durch die näher rückenden amerikanischen Streitkräfte selbst Befreit und im Schwur von Buchenwald festgehalten, alles zu tun, damit nie wieder Krieg und Faschismus entstehen und "eine neue Welt des Friedens und der Freiheit" aufzubauen. Dieses Vermächtnis der Überlebenden ist bis heute nicht erfüllt.

In der aktuellen Situation, in der gerade erst begonnen wurde die Hintergründe der NSU-Verbrechen aufzuklären, in der Brandanschläge auf Flüchtlingsheime stattfinden und Menschen bedroht und angegriffen werden, ist es von besonderer Bedeutung der Millionen Opfer der faschistischen Terrorherrschaft zu gedenken und konsequent gegen Intoleranz, Rassismus, Neofaschismus und militärische Gewalt aktiv zu sein.

Die Relativierung der Nazibarbarei ist ebenso wie die Relativierung der aktuellen Übergriffe auf Flüchtlinge und von Demonstrationen gegen das Grundrecht auf Asyl zu verurteilen und strikt entgegenzutreten. Dabei hat insbesondere die offizielle Politik eine große Verantwortung.

Das Gedenken an die Opfer von faschistischer Gewaltherrschaft und Krieg muss konsequent mit dem Handeln für Demokratie, Mitmenschlichkeit und Toleranz verbunden werden. Insbesondere die Bundesrepublik Deutschland hat dabei eine große Verantwortung.