29. April 2013 Knut Korschewsky

246.213 Vollzeitbeschäftigte in Thüringen arbeiten zu Niedriglöhnen – LINKE fordert Mindestlohn von 10 Euro

„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in Thüringen mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde ist längst überfällig“, erklärt der Landesvorsitzende der LINKEN in Thüringen, Knut Korschewsky.

Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt in Thüringen der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei 43,8 Prozent. Das sind in Thüringen 246.213 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

In Anbetracht dieser Zahlen fordert Korschewsky: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet.“ In Thüringen bekommen 23.356 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht“, so der Landesvorsitzende der LINKEN weiter.

DIE LINKE unterstützt auch die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai dieses Jahres nach neuen Regelungen für gute Arbeit. Insbesondere den Beschäftigten im Einzelhandel versicherte DIE LINKE ihre Solidarität und praktische Unterstützung in den kommenden Wochen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen im Einzelhandel zurzeit für eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge abwehren.

Quelle: http://archiv.die-linke-thueringen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/246213-vollzeitbeschaeftigte-in-thueringen-arbeiten-zu-niedrigloehnen-linke-fordert-mindestlohn/